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03/02/2010 Vollgas im Dienste der Wissenschaft

ADAC GT Masters-Pilot Christian Hohenadel ist an viel Power gewöhnt. Mit seinem Gasfuss kontrolliert der Saarländer im ADAC GT Masters die mehr als 500 PS seiner Callaway-Corvette Z06.R GT3. Für das „Projekt C02-100minus" der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) wagte sich der ADAC GT Masters-Pilot im Dienste der Wissenschaft mit einem Kleinwagen auf die Nürburgring-Nordschleife.
 
Beim „Projekt CO2-100minus" hat es sich ein Team der HTW gemeinsam mit Industriepartnern zum Ziel gesetzt, ein auf Autogas umgerüstetes Auto so zu optimieren, daß der Kohlendyoxidausstoss weniger als 100 Gramm pro Kilometer beträgt.
 
Die Mission von Hohenadel in der „Grünen Hölle": Einen auf Autogas umgerüsteten Peugeot 107 mit „Voll-Gas" über die legendäre Berg-und-Talbahn in der Eifel zu treiben. Entsprechend seines Auftrages nahm Hohenadel den serienmässig mit 68 PS überschaubar motorisierten Kleinwagen, der durch die Autogas-Einspritzung 72 PS leistet, hart ran.
 
Es war die erste intensive Begegnung des Rennfahrers mit dem auch LPG (Liquified Petroleum Gas) genannten Alternativkraftstoff, und entsprechend unbefangen ging Hohenadel ans Werk. Prof. Dr.-Ing. Harald Altjohann vom "Projekt C02-100minus", der selbst die Nürburgring-Nordschleife schon  bei einigen 24-Stunden-Rennen unter die Räder genommen hat, gab dem 33-jährigen eine „Privatvorlesung" unter freiem Himmel zum Thema Autogas, bevor es auf die Piste ging.
 
Bei den Runden von Hohenadel auf der Nordschleife im Versuchsfahrzeug wurden sämtliche Motordaten aufgezeichnet und später von Studenten der HTW in Saarbrücken ausgewertet. Die entscheidende Frage dabei: Wie reagiert die auf Autogas umgerüstete und optimierte Maschine bei extremer Belastung?
 
Das Versuchsfahrzeug erlaubte es Hohenadel zu Vergleichzwecken zwischen Autogas und Benzin-Betrieb umzuschalten, wovon der Rennfahrer häufig Gebrauch machte. „Es gibt absolut keinen Unterschied", so das Fazit von Hohenadel, der das schwachmotorisierte Auto beim Test an seine Grenzen brachte.
 
Bild: Fontaine/Projekt-CO2-100minus